Unzufriedenheit bei beiden Geschlechtern

„Die Arbeitszufriedenheit ist bei allen Befragten nicht sonderlich hoch. Besonders Frauen und ältere Beschäftigte wünschen sich in den Bereichen Einkommen und Arbeitsmarktchancen Verbesserungen“, so AK-Präsident Hubert Hämmerle.

Obwohl die Arbeitszufriedenheit bei Frauen und Männern mit 112 Indexpunkten im Vergleich zu Gesamt-Österreich 2 Indexpunkte über dem Durchschnitt liegt, zeigen sich in einzelnen Bereichen große Unzufriedenheiten.

Mit ihrer Arbeit sind Frauen um 2 Indexpunkte zufriedener als die Männer. Das lässt sich in erster Linie durch die wesentlich geringere Belastung durch psychischen, Zeit- und Innovationsstress sowie die geringere physische Belastung bei der Arbeit erklären. Das große Manko bildet bei den Frauen die deutlich schlechtere Einkommenszufriedenheit (2008: -4 Indexpunkte, 2007: -5 Indexpunkte). Auch die Zufriedenheit mit den betrieblichen Sozialleistungen bleibt unter dem Durchschnitt Gesamt-Vorarlbergs mit 63 Indexpunkten (Vorarlberg gesamt: 66 Indexpunkte). Bei den Erwartungen von Männern und Frauen treten ebenfalls große Differenzen auf: Frauen schätzen ihre Möglichkeiten auf Karriere mit 64 Indexpunkten deutlich geringer ein als Männer (69 Indexpunkte).

Altersunterschiede

Jüngere Beschäftigte unterscheiden sich von ihren älteren Kollegen am meisten bei der subjektiven Einschätzung der Arbeitsmarktchancen, die bei den Älteren stark abfallen (-14 Indexpunkte im Vergleich zu Gesamt-Vorarlberg). Andererseits sind jüngere Arbeitnehmer/innen in Bezug auf die Teilindizes Betrieb (Sozialleistungen 2008: -5 Indexpunkte, 2007: -2 Indexpunkte; Image 2008: -3 Indexpunkte, 2007: 0 Indexpunkte; Führungsstil 2008: -6 Indexpunkte, 2007: +3 Indexpunkte) und Arbeit (Einkommen 2008: -6 Indexpunkte, 2007: -3 Indexpunkte; Belastungen 2008: +8 Indexpunkte, 2007: +5 Indexpunkte) deutlich unzufriedener.

„Das Gefälle bei jüngeren und älteren Arbeitnehmer/innen ist erschreckend hoch geworden. Die Themen Generationen-Management und Betriebliche Gesundheitsförderung werden in Zukunft zentrale Messbereiche sein, um die Zufriedenheit am Arbeitsplatz für alle Altersschichten aufzuwerten“, resümiert AK-Präsident Hämmerle.

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