Wieder Trojaner-Alarm im Ländle
Nachdem bereits im August eine Trojaner-Welle über das Ländle hereinbrach, schlagen die AK-Konsumentenberater wieder Alarm: Die derzeitige Welle ist noch wesentlich intensiver und umfasst Zahlungsaufforderungen für Suchmaschinen-Abos, angebliche Unterlassungsansprüche nach ebay-Verkäufen oder Abbuchungen von Inkassobüros. Im Glauben, etwas bezahlen zu müssen öffnen nicht wenige den Mail-Anhang und laden sich damit einen so genannten „Trojaner“ auf ihren PC. Aktueller Virenschutz, Firewall und Co schützen weitgehend vor Schaden.
„Die Anzahlung Nr. 776582614518 ist erfolgt. Es wurden 5515 Euro Ihrem Konto zur Last geschrieben. Die Auflistung der Kosten finden Sie im Anhang in der Datei: Rechung“ lässt zum Beispiel eine Teschinkasso Forderungsmanagement GmbH wissen. Mit dieser Angstmache sollen Konsumenten bewogen werden, die angehängte .exe-Datei, die zur Tarnung gezippt (.zip) wurde, zu öffnen und sich somit den mitgelieferten Trojaner auf den Computer zu laden.
Bei Trojanern handelt es sich um ein Spionageprogramm, das den Computer für Cyberkriminelle öffnet. Abgesehen haben es die Versender vor allem auf Passwörter oder Codes für Internetbanking. „Trojaner können, wenn sie erst einmal installiert sind, lange unentdeckt bleiben, großen Schaden verursachen und sie sind mitunter nur schwer wieder zu entfernen“, weiß AK-Konsumentenberater Mag. Paul Rusching. Darüber hinaus gibt Rusching folgende Tipps, damit es erst gar nicht zu einer „Infektion“ kommt:
- Sorgen Sie dafür, dass Ihr Computer mit einer aktuellen Viren-Software ausgestattet ist, welche die Mails bereits vor dem Öffnen unter die Lupe nimmt und vor einem unvorsichtigen Öffnen warnt.
- Eine aktuelle „Firewall“ gibt zusätzlichen Schutz – entsprechende Gratisprogramme finden sich zahlreich im Internet.
- Öffnen Sie keine unbekannten Anhänge (vor allem keine .exe-Dateien) und löschen Sie solche Mails sofort.
Sollten Sie weitere Fragen zum Thema haben, dann helfen die Konsumentenberater/innen der AK Vorarlberg gerne weiter. Sie erreichen sie unter der Telefonnummer 050/258-3000 bzw. per E-Mail unter konsumentenberatung@ak-vorarlberg.at.
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