Teures Surfen und Mailen im Ausland
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Mails abrufen und Fotos mit Urlaubsgrüßen aus dem Auslandsurlaub etwa vom Smartphone-Handy oder Notebook verschicken, kann geschmalzene Kosten verursachen. Mit durchschnittlich knapp acht Euro pro Megabyte müssen Konsumenten für den Standard-Roamingtarif rechnen. Die Preise sind damit weiterhin extrem hoch.
Im EU-Ausland haben Konsumenten zumindest einen Schutz – eine monatliche Rechnungsobergrenze von rund 60 Euro. Das zeigt ein AK Test über die Internetkosten im Ausland bei sechs Anbietern für fünf Urlaubsländer. „Wer im Urlaub ohne Surfen oder Mailen nicht auskommt, sollte sich vor Urlaubsantritt über spezielle Auslands-Tarifpakete bei seinem Anbieter erkundigen“, raten die AK-Konsumentenschützer.
Die Tarife im Detail
Tarife für A1 Kunden im Ausland
Tarife für bob Kunden im Ausland
Tarife für DREI-Kunden im Ausland
Tarife für Orange-Kunden im Ausland
Tarife für Red-Bull-MOBILE-Kunden im Ausland
Tarife für tele.ring-Kunden im Ausland
Tarife für T-Mobile-Kunden im Ausland
YESSS bietet kein Datenroaming an.
8 Euro für ein Foto
Ein Megabyte heißt für einen Urlauber in etwa ein Foto mit mittelprächtiger Auflösung und drei Zeilen Grüße an seine Freunde nach Hause versenden. Im Ausland kostet ein Megabyte durchschnittlich 7,74 Euro (ohne zusätzliche monatliche Grundgebühr, ohne Paketpreise). Im Extremfall kann der Roamingtarif bis zu knapp 20,80 Euro kosten, also um bis zu 208-mal mehr als innerhalb Österreichs.
Im Vergleich dazu: Surfen oder Mailen kostet im Inland zehn bis 25 Cent pro Megabyte, wenn das Datenpauschale ausgeschöpft ist. Das zeigt ein AK Test über die Kosten von Datenroaming bei A1, bob, T-Mobile, Orange, Tele.Ring, Drei für Griechenland, Italien, Spanien, Kroatien und Türkei.
Geschmalzen: Mailen oder Surfen mit Smartphone
Handy-Telefonieren wurde in der EU für Konsumenten billiger – Mailen oder Surfen mit dem Smartphone-Handy oder per Internet ist nach wie vor teuer. Die Preisgrenze für Datenroaming in der EU von 50 Cent pro Megabyte gilt ab 1. Juli 2011 nur für Netzbetreiber, also was einer einem anderen verrechnen darf.
Damit die Kosten im EU-Urlaubsland nicht ins Uferlose gehen, gibt es für Konsumenten wenigstens eine Obergrenze bei der monatlichen Rechnung. Seit 1. März 2010 haben die Anbieter dafür zu sorgen, dass die monatlichen Ausgaben fürs Datenroaming in der EU den Höchstbetrag von rund 60 Euro ohne ausdrückliche Zustimmung des Kunden zum Weitersurfen nicht überschreiten.
Datenpakete für Urlauber
Für Urlauber gibt es überdies spezielle Datenpakete (Tages- bis Monatspässe mit fixem Datenvolumen und Gültigkeitsdauer) oder heuer erstmals „unlimitierte“ Roamingtarife, allerdings mit gedrosselter Geschwindigkeit ab 100 oder 200 Megabyte. Die Pakete gelten vorrangig innerhalb der EU – nur A1 bietet derzeit auch Pakete für Kroatien und die Türkei an. Die Paketpreise sind teilweise differenziert, je nachdem ob es ein Smartphone-Handy oder Notebook ist.
Tipp
So wird Surfen oder Mailen nicht zur Kostenfalle:
1. Vertragstarife mit inkludiertem Datenvolumen gelten nicht für das Ausland (Ausnahme Drei in Italien). Im Urlaubsland müssen Konsumenten die teuren Roamingtarife zahlen. Erkundigen Sie sich daher bei Ihrem Anbieter über spezielle „Urlaubs-Internettarife“.
2. Haben Sie eine extrem hohe Rechnung bekommen? Prüfen Sie genau nach, was Ihnen verrechnet wurde. Passt die Abrechnung nicht, beeinspruchen Sie die Kosten bei Ihrem Anbieter und wenden Sie sich an die Schlichtungsstelle RTR.
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