Studenten auf Wohnungssuche mit dubiosen Tricks abgezockt
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Wohnungsbesichtigungen in Universitätsstädten sollen vorfinanziert werden
Zahlreiche Student/innen haben sich in den letzten Tagen wegen dubioser Immobilien-anzeigen mit der Konsumentenberatung der AK Vorarlberg in Verbindung gesetzt. Die Besichtigung der betreffenden Wohnung soll durch eine Kaution „erkauft“ werden.
Gelockt werden die Konsument/innen und künftigen Student/innen mit auffallend günstigen Mietpreisen und geringen Kautionen. Die Eigentümer, von denen die vermeintliche Immobilienanzeige stammt, geben vor aus privaten oder beruflichen Gründen ins Ausland verzogen zu sein und daher einen Nachmieter für die inserierte Wohnung zu suchen.
Nach Kontaktaufnahme wird dem/der Interessent/in per E-Mail mitgeteilt, der einzige Schlüssel befinde sich ebenso im Ausland beim vermeintlichen Vermieter. Eine Besichtigung sei nur möglich, wenn eine Kaution – meist zwei Monatsmieten – vorab auf das Konto eines E-Geld-Institutes, in den konkreten Fällen auf ein Treuhandkonto bei Moneybookers, überwiesen werde. Sobald die Kaution eingelangt sei, bekomme man die Schlüssel der Wohnung und einen Vertrag innerhalb von wenigen Tagen zugesandt.
Obwohl der angebliche Eigentümer selbst in der zu vermietenden Wohnung gelebt haben soll, findet der E-Mailverkehr ausschließlich auf Englisch statt. Direkte Fragen im Zusammenhang mit der zu vermietenden Wohnung werden nicht beantwortet, es wird lediglich die Vorgehensweise des elektronischen Geldtransfers erklärt. Diese Masche erinnert auch an die Betrügereien im Zusammenhang mit Inseraten über Kfz-Kaufangebote.
Die Konsumentenberatung der AK Vorarlberg rät von einer solchen Vorgehensweise grundsätzlich ab. Eine Vorauszahlung von Kautionen auf elektronische Konten ins Ausland ohne die entsprechende Wohnung besichtigt oder einen Mietvertrag unterzeichnet zu haben, kann in der Regel nicht seriös sein. Auch wenn der Eigentümer angibt, sein Zugriff auf dieses Konto sei erst möglich, wenn der Wohnungsinteressent seine Zustimmung zum Vertragsabschluss erteilt, ist es letztlich wohl fast unmöglich das Geld wieder zurück zu bekommen. Auf den Wohnungsschlüssel und einen Vertrag wartet man sicher vergebens.
Wenn bereits Zahlungen geleistet wurden, sollte man auf jeden Fall eine Strafanzeige bei der Polizei erstatten.
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