Scheckbetrüger sind hoch aktiv
Kürzlich wendete sich eine verzweifelte Konsumentin an die
AK Vorarlberg, die über das Internet versucht hatte, ihr Reitpferd zu verkaufen.
Auf die Inseratschaltung meldete sich ein Interessent, der das Pferd offensichtlich für seine Tochter benötigte. Aufgrund seiner Arbeitstätigkeit auf einem Erdölfeld war er jedoch nicht in der Lage, den Transport selbst zu bewerkstelligen bzw. zu organisieren. Letztendlich wurden sich die Konsumentin und der Käufer einig, dass der Kaufpreis für das Tier 4000 Euro beträgt. Zusätzlich für den Transport sollte der Käufer einen Scheck über 9000 Euro an die Konsumentin schicken. Von diesem Betrag sollte die Konsumentin 100 Euro für ihre Umtriebe und 4000 Euro für das Pferd als Kaufpreis erhalten, den Rest schließlich als Transportkosten an den Shippingagent über Western Union weiterleiten. Die Konsumentin erhielt daraufhin den Scheck und legte ihn zur Einlösung ihrer Bank vor. Nachdem sie den Betrag auf ihrem Konto vorgefunden hatte, nahm sie wenige Tage später gutgläubig die Überweisung der Transportkosten in Höhe von 5000 Euro vor.
Böses Erwachen
Zirka 14 Tage später musste sie dann zu ihrem Entsetzen feststellen, dass die Bank den gesamten Betrag von 9000 Euro wieder berichtigt hatte und ihr Konto im Minus war, weil der Scheck platzte. Das Pferd ist der Konsumentin zwar geblieben, doch jetzt ist sie mit der Forderung von 5000 Euro für die vermeintlich von ihr überwiesenen Transportkosten von ihrer Hausbank konfrontiert.
AK-Tipps
Die Konsumenten sollten vor allem bei „abenteuerlichen“ Geschichten sehr kritisch und misstrauisch sein und keine Zahlungen per Scheck akzeptieren. Ebenso sollten sie warten, bis das Geld tatsächlich auf dem Konto gutgeschrieben ist und sicherheitshalber nochmals bei der Bank nachfragen, ob tatsächlich schon über das Geld verfügt werden kann. Die Alarmglocken sollten spätestens dann klingeln, wenn Überweisungen per Western Union erfolgen sollten. Gerade bei solchen Transaktionen ins Ausland stecken in einem erschreckend hohen Ausmaß kriminelle Machenschaften dahinter. Die Betrüger sind dazu noch schwer zu ermitteln, weil der E-Mail-Verkehr häufig über osteuropäische oder afrikanische Server läuft und sich nur mühsam über die ausländischen Behörden nachverfolgen lässt. Es ist daher sehr schwer, den Geschädigten im Nachhinein zu helfen.
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