AK startet Schuloffensive „Konsumentenschutz für Jugendliche und Schüler“
-
|
Mehr
- Roadshow an Vorarlbergs Schulen: AK-Team informiert über Rechte und Gefahren
- Computer-Gewinnspiel mit Trapper Johann und umfangreiches Info-Material
- „Kinder und Jugendliche stark machen“: Land Vorarlberg unterstützt Schuloffensive
- Vorsicht bei Preisgabe persönlicher Daten
- Schutz junger Konsumenten: Land Vorarlberg unterstützt AK
- AK on the road
In den kommenden Wochen ist ein Team der Arbeiterkammer Vorarlberg in Sachen Konsumentenschutz in einigen Vorarlberger Schulen unterwegs: Im Rahmen einer sogenannten „Roadshow“ werden Schüler auf konsumentenrechtliche Probleme und Gefahren hingewiesen. „Kinder und Jugendliche gelten in Zeiten des World Wide Webs als besonders gefährdete Verbrauchergruppen. Gerade junge Konsumenten werden oft aufgrund mangelnder Information Opfer von Kostenfallen oder gar von Internetkriminalität“, erklärt AK-Präsident Hubert Hämmerle anlässlich einer Pressekonferenz, die zugleich den Startschuss der vom Land Vorarlberg unterstützten Schuloffensive „Konsumentenschutz für Jugendliche und Schüler“ darstellt.
Kinder und Jugendliche werden heutzutage direkt als Konsumenten angesprochen. Insbesondere wenn es um Online-Shopping geht, denn junge Verbraucher nutzen das Internet quasi als Marktplatz für alle möglichen Arten von Geschäften. So lauern beim Kauf von Handys oder anderen Konsumgütern, bei Haustür- oder sonstigen Geschäften immer wieder Kostenfallen, komplizierte Klauseln in Verträgen oder sonstige Tücken.
zum SeitenanfangVorsicht bei Preisgabe persönlicher Daten
Grundsätzlich vorsichtig sollte man im World Wide Web mit der Bekanntgabe persönlicher Daten umgehen. Das gilt vor allem auch für soziale Netzwerke wie Facebook oder in Chatrooms. Ein konkreter Fall: Ein Schüler schloss in einem Chatroom Bekanntschaft mit einer Dame. Diese bot dem Jugendlichen nach einiger Zeit an, ihm ein Foto von ihr zu senden, sofern er ihr vorerst seine Handynummer bekannt geben würde. Daraufhin erhielt der Schüler ein SMS mit einer ihm unbekannten vierstelligen Zahl. Die Dame ersuchte wiederum um Übermittlung der Zahl, dann werde umgehend das Bild zugesandt. Schlussendlich wurde dem Schüler auf seiner Handyrechnung ein hoher Geldbetrag verrechnet, weil er angeblich einen kostenpflichtigen Internetdienst verwendet habe. Er wurde Opfer eines Betrugs, weil er persönliche Daten zu leichtfertig herausgerückt hatte.
11.250 Euro für 900 MB Datentransfer
Die wohl größte finanzielle Gefahr geht vom sogenannten Datenroaming – Roaminggebühren werden für das Verwenden eines Auslandsnetzes verrechnet ¬– aus. AK-Konsumentenschutzberater Paul Rusching berichtet von einem Präzedenzfall, bei dem eine Schülerin Freunde über der Grenze in Deutschland besuchte und dort ihren mobilen Internetzugang verwendete: „Die junge Frau konnte eine Verbindung mit dem österreichischen Heimatnetz herstellen. Unbemerkt wechselte das Modem jedoch die Verbindung und buchte sich in das Deutsche Mobilfunknetz ein. Während des kurzen Wochenendausfluges wurde ein an sich geringer Datentransfer von etwa 900 MB verursacht, wofür sage und schreibe 11.250 Euro in Rechnung gestellt wurden.“ Das mobile Internet oder Handy kann auch in der Heimat teuer kommen. Nämlich bei der Benutzung in Grenznähe, wo sich Internetzugang oder Mobiltelefon unbemerkt in ein ausländisches Netz einwählen können.
zum SeitenanfangSchutz junger Konsumenten: Land Vorarlberg unterstützt AK
Mit der nun startenden Schuloffensive will die AK Vorarlberg auf derartige Probleme aufmerksam machen, über Konsumentenschutz aufklären und zur Prävention beitragen. Das Land Vorarlberg unterstützt die Bereitschaft der AK Vorarlberg, Schüler verstärkt über ihre Rechte als Konsumenten aufzuklären, so Landesschulrat Siegi Stemer: „Der Markt hat Kinder und Jugendliche bereits als eine kauffreudige Klientel entdeckt. Leider sind sie aber auch oft schutzlos den Marketing-Tricks ausgeliefert. Konsumentenbildung ist deshalb ein unabdingbarer Teil der Allgemeinbildung. Diese Initiative trägt wesentlich dazu bei, Kinder und Jugendliche stark zu machen – eines unserer wichtigsten Anliegen und obersten pädagogischen Leitgedanken.“
zum SeitenanfangAK on the road
Vom 21. Oktober bis zum 6. November werden AK-Konsumentenschutzexperten verschiedene Schulen in Vorarlberg – erste Station ist die HAK Feldkirch – besuchen. Im Rahmen dieser Roadshow erhalten die Jugendlichen jeweils während der Mittagspause am eigens eingerichteten AK-Stand Informationen unter anderem über Gewährleistungs-, Garantie-, Umtausch- und Rücktrittsrecht. Zudem wird Informationsmaterial verteilt, in denen die wichtigsten Fakten zum Thema Konsumentenschutz aufbereitet und die Kontaktpersonen der AK angeführt sind.
Zusammen mit der HAK Feldkirch sowie der Werbeagentur popup communication gestaltete die AK Vorarlberg ein Computerspiel, wodurch konsumrechtliche Themen spielerisch übermittelt werden können. Niemand anderer als Trapper Johann – die Galionsfigur des 2005 ins Leben gerufenen AK-Projekts „Achtung Schuldenfalle“ – führt durch die verschiedenen Levels. Das „Internet-Game“ ist übrigens auch ein Gewinnspiel mit verschiedensten Preisen – von der Sportausrüstung bis zum Tischfußballtisch.
Umfangreiches Informationsmaterial
Bereits im Vorfeld wurden Flyer, Plakate sowie Informationsmaterial an alle heimischen Oberstufen – HTL, HAK, AHS-Oberstufen, Landesberufsschulen und Polytechnische Schulen – sowie an Jugendeinrichtungen versendet. Dadurch bietet die AK Vorarlberg sämtlichen Lehrern, aber auch Jugendarbeitern die Möglichkeit, Kinder und Jugendlichen über deren Rechte aufzuklären und sie mit den Mechanismen des Marktes sowie der Werbung vertraut zu machen. Zudem wolle man auch die Eltern der Jugendlichen erreichen – nicht zuletzt, weil die AK Vorarlberg seit Anfang des Jahres, ebenfalls mit der Unterstützung des Landes Vorarlberg, „Konsumentenschutz für alle“ anbietet. AK-Konsumentenschutzberater Rusching dazu: „Selbstverständlich stehen Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt dieser Schuloffensive. Doch je mehr Menschen wir erreichen können, umso besser.“ In Bezug auf den Konsumentenschutz sind Wissen und Information nämlich essentiell. Vor allem wenn die Konsumenten bereits im Vorfeld über ihre Rechte Bescheid wissen.
Factbox
- Roadshow: 21. bis 23. Oktober und 3. bis 6. November; jeweils in der Mittagspause
- AK-Stand: AK-Experten bieten Antworten und Informationen rund um das Thema Konsumentenschutz
- Computer-Gewinnspiel unter www.akbasics.at mit verschiedensten Preisen (ein Gutschein von HEAD im Wert von 700 Euro, zwei Saisonkarten in einem der Vorarlberger Skigebiete, zehn Cineplexx Yellow Movie Cards sowie ein Tischfußballtisch)
- Leitfaden und Informationsmaterial zur Unterstützung des Lehrkörpers
Stationen der Roadshow
- 21.10. HAK Feldkirch
- 22.10. BORG Egg
- 23.10. HTL Dornbirn
- 3.11. Landesberufsschule Bregenz 3
- 4.11. Poly Bludenz
- 5.11. BG Blumenstraße Bregenz
-
|
Mehr
Fotogalerien
- Schiffsausflug 2010
- Kegeln 2010
- Neujahrsempfang 2010
- Recht und Steuern rund ums Kind
- AK-Charity Race 2009
- Arbeitnehmertag 17.9.2009
- AK Kegelfinale 16.5.2009
- BGF 27.5.2009
- Schiffsausflug 26. Mai 2009
- Vollversammlung 19.5.2009
- Rückblick Preventa 2009
- Total Genial Finale
- Rückblick Frühjahrsmesse 2009
- Vollversammlung 26.2.09
- AK-Wahl 2009
- Konsumentenschutz für Alle
- AK-Charity Race 2008
So kontaktieren Sie uns
AK Vorarlberg
Widnau 2-4
6800 Feldkirch
Telefon 050/258-0
Fax 050/258-1001
kontakt@ak-vorarlberg.at
Unsere Kontaktzeiten
Montag bis Donnerstag
8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr
Freitag
8 bis 12 Uhr
Geschäftsstellen
Bregenz 050/258-5000
Dornbirn 050/258-6000
Bludenz 050/258-7000

