Neue Servicepauschale macht das Internet teurer
-
|
Mehr
„Kaum Alternativen beim Anbieter-Wechsel“
Internetbetreiber wollen eine jährlich fällig werdende Servicepauschale verrechnen. Angeblich, um mehr Leistungen anbieten zu können und mehr Transparenz zu schaffen. AK-Konsumentenschützer sehen eine Teuerung.
A1 (Aon) war Vorreiter, UPC und Tele2 folgten schon bald nach. Zahlreiche Internetbetreiber teilen in diesen Tagen ihren Kunden schriftlich mit, in Zukunft eine Servicepauschale in Höhe von 15 Euro einheben zu wollen. Das Argument: Die Anbieter hätten die Netzinfrastruktur in den letzten Jahren deutlich ausgebaut und wollen ihren Kunden auch weiterhin höchste Qualität zur Verfügung stellen. Außerdem, so die Betreiber, werden im Gegenzug die Leistungen für ihre Kunden – mehr E-Mail-Speicherplatz und eine Erhöhung des Webspace – verbessert. Nichts als eine Teuerung, finden die AK-Konsumentenexperten. „Wenn es den Anbietern um eine echte Verbesserung und Transparenz ginge, würden sie die zusätzlichen Leistungen gegen Entgelt anbieten, nicht aber eine verpflichtende Gebühr seitens aller Kunden einheben."
Auch Handybetreiber ziehen mit
Die neue Servicegebühr macht auch vor Mobilfunk-Kunden nicht Halt. „Sim-Pauschale“ oder „Serviceentgelt“ sind bei den Handybetreibern A1 und „Drei“ die Bezeichnungen für die kommende jährliche Gebühr in Höhe von knapp 20 Euro. Auch hier wird mit zusätzlichen Vorteilen für Kunden argumentiert. So sollen zum Beispiel Gebühren für bisher kostenpflichtige Leistungen wie den Ersatz einer Sim-Karte durch die neue Pauschale abgedeckt werden. „Das sind meist einmalige Kosten. Die Servicepauschale wird aber jährlich fällig“, stellen die Konsumentenschützer fest.
„Sieht nach Preisabsprachen aus“
Und was tun, wenn man nicht bereit ist, die Servicegebühr zu bezahlen? „Zwar ist eine fristgerechte und kostenlose Kündigung möglich, dem Kunden bleiben aber aufgrund der beschränkten Anzahl an Betreibern, die nun alle die Servicegebühr eingeben wollen, kaum Alternativen übrig, ihren Anbieter zu wechseln.“ Es sei außerdem bemerkenswert, dass die Anbieter die Pauschale nahezu zeitgleich und in ähnlicher Höhe einführen wollen. „Das sieht nach Preisabsprachen aus. Das sollte die Bundeswettbewerbsbehörde unter die Lupe nehmen“, fordern die Experten.
-
|
Mehr
Infobox
Verwandte Artikel
Rechner
Kontakt
So kontaktieren Sie uns
AK Vorarlberg
Widnau 2-4
6800 Feldkirch
Telefon 050/258-0
Fax 050/258-1001
kontakt@ak-vorarlberg.at
Unsere Kontaktzeiten
Montag bis Donnerstag
8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr
Freitag
8 bis 12 Uhr
Geschäftsstellen
Bregenz 050/258-5000
Dornbirn 050/258-6000
Bludenz 050/258-7000
