Sparen auf Kosten der Qualität

Im Jahr 2008 wurde der Blum-Qualitätsbonus als großer Wurf gefeiert. Davor wurde aber noch die Förderung zusätzlicher Lehrstellen restlos eliminiert. Geblieben ist der Ausbildungsnachweis zur Mitte der Lehrzeit, der nun in einer Nacht und Nebel Aktion ebenfalls abmontiert wurde. Der Grund: Die 3000 Euro, die ein Unternehmen für jeden Lehrling, der den Nachweis positiv erbringt, erhält, sprenge anscheinend den Budgetrahmen.

In Zeiten des akuten Facharbeitermangels ist die Aufhebung des Ausbildungsnachweises zur Mitte der Lehrzeit komplett das falsche Zeichen. „Es ist absolut unverständlich, wie in der jetzigen Situation eine solche Entscheidung getroffen werden kann“, ärgert sich AK-Präsident Hubert Hämmerle. Er betont, wie wichtig es sei, die Qualität in der Lehrlingsausbildung zu halten bzw. weiter auszubauen.

„Anstatt weiterhin in die Qualität der Ausbildung zu investieren, wird das Budget als Grund herangezogen, dass diese zentrale Förderung fällt. Nur wenn die Qualifizierung der Lehrlinge weiter vorangetrieben wird, können die Lücken im Bereich Facharbeitermangel verkleinert und unser Wirtschaftsstandort gesichert werden. Deshalb fordere ich das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend auf, die notwendigen finanziellen Mittel für die Beibehaltung der Lehrlingsförderung im Jahr 2011 zur Verfügung zu stellen“, so Hämmerle abschließend.

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