Einkommen und Altersversorgung

Von 72 Prozent der Befragten, die im Jahr 2007 „sehr“ bzw. „eher zufrieden“ mit ihrem Einkommen waren, liegt der Wert 2008 nur mehr bei 62 Prozent. Rund ein Viertel vergibt in Bezug auf die Einkommenszufriedenheit die Note 3, und 12 Prozent sind damit eher nicht oder gar nicht zufrieden.

Auffällig ist das stärkere Gefälle der Einkommenszufriedenheit in Vorarlberg im Vergleich zu Österreich insgesamt. Hilfsarbeiter in Vorarlberg weisen einen Mittelwert von 3,1 auf. Der entsprechende Wert auf Österreich-Ebene beträgt 2,9. Qualifizierte Angestellte liegen bei einem Mittelwert von 1,9 in Vorarberg und bei 2,3 in Österreich gesamt.

Bedürfnisdeckung

Auch bei der Bedürfnisdeckung durch das Einkommen sind 2008 schlechtere Werte erzielt worden. Waren es 2007 noch 66 Prozent, die angaben sehr gut von ihrem Einkommen leben zu können bzw. es reiche vollkommen aus, so sind es 2008 nur mehr 58 Prozent der befragten Vorarlberger/innen die das behaupten können. „Die Teuerungen – vor allem in den Bereichen Lebensmittel, Energie und Treibstoff – sind sicher mit ein Grund für die schlechtere Beurteilung im Bereich Bedürfnisdeckung“, so Hämmerle.

36 Prozent geben an, dass ihr Einkommen gerade reiche und 6 Prozent können von ihrem Einkommen nicht ausreichend leben. Erhöhte Anteile der letzteren Einschätzung entfallen auf Frauen (10 Prozent), jüngere Arbeitnehmer/innen (11 Prozent) und niedrig qualifizierte Arbeitnehmer/innen (Hilfsarbeiter: 15 Prozent, Facharbeiter: 12 Prozent).

„Es ist erschreckend, dass 42 Prozent der Vorarlberger/innen mit ihrem Monatseinkommen nur knapp bzw. nicht über die Runden kommen. Eine weitere Entlastung für Klein- und Mittelverdiener/innen wäre deshalb dringend notwendig“, fordert AK-Präsident Hämmerle.

Zusätzliche regelmäßige Unterstützung

Mehr als ein Drittel der Vorarlberger Beschäftigten und rund drei von zehn Arbeitnehmer/innen in Österreich erhalten neben ihrem beruflichen Einkommen sonstige regelmäßige Beiträge in Form von Unterstützungen durch die Ehepartner bzw. Lebensgefährten. „Diese Prozentzahl überrascht nicht in Hinsicht darauf, dass 42 Prozent monatlich nur knapp bzw. nicht mit ihrem Einkommen auslangen finden“, so Hämmerle.

Altersversorgung

Die zukünftige Altersversorgung betreffend, zeigen die Vorarlberger Beschäftigten wesentlich mehr Zuversicht als die Arbeitnehmer/innen in Österreich. Insgesamt 53 Prozent der Vorarlberger/innen erwarten, recht gut von der zukünftigen Altersversorgung leben zu können. Der Vergleichswert für Österreich beträgt 34 Prozent.

Dass die zustehende Altersversorgung unter den jetzigen Bedingungen nicht ausreichen wird, können allerdings bereits 19 Prozent der Frauen, 18 Prozent der bis 29-Jährigen und 35 Prozent der Hilfsarbeiter in Vorarlberg sagen.

„Die Tendenz geht klar in die Richtung, dass die finanziellen Mittel in Hinblick auf die Altersversorgung für viele Menschen nicht mehr reichen werden. 46 Prozent, also beinahe die Hälfte gibt an, im Alter nur knapp oder nicht mit dem vorhandenen Geld auszukommen. Besonders junge Menschen und Frauen sind diesbezüglich sehr kritisch und sehen der Zukunft pessimistisch entgegen“, fasst Hämmerle abschließend zusammen.

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