In neue effiziente Technologien zur Stromgewinnung müssen investiert werden
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Biogasanlagen sind umstrittenes Thema
In einem Punkt sind sich alle einig: Ökostrom muss weiter gefördert werden. Bei der Höhe scheiden sich jedoch die Geister. Insbesondere hohe Einspeistarife für Biogasanlagen zahlt letztendlich der Konsument.
Öko und Bio sind in den letzten Jahren in aller Munde. Das ist eine positive Entwicklung, da unzählige Studien bestätigen, dass die Zukunft mit dem jetzigen CO2-Ausstoß trist aussehen wird. Daran gibt es nichts zu rütteln. Zum Beispiel im Bereich Biogasanlagen wurde deshalb kräftig investiert. Nach Schätzungen der E-Control belief sich die Summe der Förderungen bis zum Jahr 2010 auf rund 350 Millionen Euro. Es stellt sich nun die Frage, ob sich das unterm Strich auch rechnet. Die E-Control wirft den kleinen Biogasanlagen Ineffizienz vor. Würde ein Prozent der österreichischen Stromversorgung über Biogas abgewickelt, wäre eine Anbaufläche von zwei Dritteln des Bodensees notwendig. „Hier kommt auch ins Spiel, dass bei der Produktion von Biogas auch Getreide zur Energiegewinnung verwendet wird. Wir halten das – wie bei der Produktion von Biosprit – für absolut inakzeptabel“, sagt AK-Direktor Rainer Keckeis.
Energieeffiziente Technologien
Anstatt weiterhin unzählige Millionen in die Förderung von kleinen, unrentablen Biogasanlagen zu stecken, müssen laut Keckeis rohstoffunabhängige Energiegewinnungsformen wie Wind, Wasser und Sonne weiter forciert werden. „Die hohen Einspeistarife speziell im Bereich Biogas führen zu einer massiven Überförderung und werden direkt von den Konsumenten einkassiert. Das Geld sollte vielmehr in den Ausbau von nachhaltigen und effektiven Ökostromanlagen investiert werden“, so Keckeis. Ebenso müsse die Höhe der Ökostromkosten auf den Stromrechnungen klar ausgewiesen werden.
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