Arbeitslosigkeit: Frauen und junge Beschäftigte betroffen

„Trotz der noch guten Konjunktur, waren im vergangenen Jahr rund sechs Prozent der Befragten irgendwann arbeitslos. Besonders bedenklich ist die Dauer der Arbeitslosigkeit, die in Vorarlberg höher als im restlichen Österreich ist“, fasst AK-Direktor Rainer Keckeis zusammen.

Wie im Jahr 2007 waren 6 Prozent der zum Zeitpunkt der Befragung aktiv beschäftigten Vorarlberger/innen im Jahr 2008 einmal arbeitslos. Der Grad der Betroffenheit zwischen Frauen und Männern hat sich dabei beträchtlich vergrößert.

2008 sind 10 Prozent der Frauen gegenüber 2 Prozent der Männer mindestens einmal in den letzten 12 Monaten arbeitslos gewesen. 2007 waren es 7 Prozent bei den Frauen und 5 Prozent bei den Männern.

Dauer der Arbeitslosigkeit höher als in Gesamt-Österreich

Einfache Angestellte und generell weniger qualifizierte Arbeitskräfte kommen am Arbeitsmarkt häufiger unter Druck. Trotzdem konnte der Prozentsatz der Arbeitslosen in diesen Gruppen im Jahr 2008 reduziert werden, wie auch die Grafik verdeutlicht (siehe nächste Seite).

Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit in Monaten ist in Vorarlberg etwas höher als in Gesamt-Österreich. Insgesamt müssen beschäftigungslose Vorarlberger/innen im Durchschnitt mit rund 6,5 Monaten Arbeitssuche rechnen (Österreich: 5,7 Monate). „Alarmierend ist, dass Frauen mit einem Mittelwert von 6,9 Monaten Arbeitslosigkeit sowie Arbeitssuchende bis 29 Jahre mit einem Mittelwert von 6,7 Monaten besonders lange Phasen der Arbeitssuche aufweisen. Auch Personen mit niedriger Schulbildung, Hilfsarbeiter und Facharbeiter müssen überdurchschnittlich viel Zeit in die Arbeitssuche investieren“, bestätigt Keckeis. (Nur Pflichtschule: MW: 8,8 Monate), Hilfsarbeiter (MW: 7,2 Monate) und Facharbeiter (MW: 9,3 Monate).

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